Teamkonflikte lösen – ein Fallbespiel

Der Ablauf einer Mediation anhand eines Beispiels aus dem letzten Jahr:

Vor einigen Monaten kam Detlef Mennerich, Trainer und professioneller Mediator bei BEITRAINING®, in das Unternehmen X. Die komplizierte Situation innerhalb des Teams konnte unternehmensintern nicht gelöst werden. Die Ausgangsituation bestand darin, dass das achtköpfige Team aufgehört hatte, miteinander zu kommunizieren. An die Stelle des „miteinander-Redens“ war ein „übereinander-Reden“ getreten, was Streitigkeiten noch verstärkte, bis es zur Eskalation kam.

Zur schnellstmöglichen Herbeiführung einer Lösung, bekam jedes Teammitglied die Gelegenheit, sich in einem neutralen Rahmen mitteilen zu können. So wurde Klarheit geschaffen in Bezug auf individuelle Interpretationen, Missverständnisse und Gründe für Spannungen. Es stellten sich Sachverhalte heraus wie zum Bespiel, dass Mitarbeiter A bestimmte Dinge, die Mitarbeiter B verletzt und aufgebracht hatten, gar nicht so meinte und so wurde Stück für Stück „aufgeräumt“.

Eine Art Generationskonflikt zeichnete sich als Kernproblem ab. Denn das Team war gespalten in eine Gruppe älterer Mitarbeiter/innen mit mehr Berufserfahrung und eine jüngere Fraktion, viele von ihnen neu im Betreib. So teilten bestimmte generationsspezifische Probleme wie Unterschiede in der Arbeitsmoral sowie Vorurteile und zwischenmenschliche Anfeindungen das Team in zwei Lager auf.

Für die Durchführung eines erfolgreichen Teambuildingprozesses, müssen sich die Teammitglieder dazu entscheiden miteinander zu sprechen, zu kooperieren und konstruktiv zu arbeiten. Mitarbeitende müssen sich und anderen zeigen: „Ich will im Team sein und bin bereit etwas dafür zu investieren“. Einen wichtigen Aspekt der Mediation stellt somit auch die Frage an jeden Mitarbeitenden dar, was er oder sie bereit ist persönlich tun, um den Konflikt zu lösen und Weitere zu vermeiden.

Im Rahmen des Teambuildingprozesses stellten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zudem 5 gemeinsame Regeln für die Zusammenarbeit auf, deren Einhaltung verhindern soll, dass es erneut zu einer Eskalation kommt.

2 Monate nach erfolgreicher Deeskalation und Vorbereitung einer langfristig harmonischen und wertschätzenden Zusammenarbeit besucht Mediator Detlef Mennerich das Unternehmen ein weiteres Mal. Diesmal herrscht positive Stimmung, die Arbeitsplätze, als „Inseln“ im Großraumbüro angeordnet, sorgen für mehr Privatsphäre und diszipliniert wird nach eigenen Regeln gearbeitet. Auch der Geschäftsführer ist begeistert.

Ein schönes Beispiel dafür, dass professionelle Unterstützung durch eine neutrale Person einem solchen fortgeschritten Konflikt oftmals die nötige Wende geben kann.

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